Kostenloser Versand ab 12 Flaschen Hotline +49 (0)30 56 59 0361 Messenger

Rotwein und Appetithäppchen

Weinwissen

10 Tips um den richtigen Wein zum Essen zu finden.

Essen und Wein stilsicher kombinieren

Wie finde ich den richtigen Wein zu meinem Essen? Roter Wein zu dunklem Fleisch und weisser Wein zu Fisch und hellem Fleisch. Diese einfache Grundregel kennen die meisten. Aber um das Essen harmonisch zu begleiten oder zu unterstreichen gibt es noch weitere Grundregeln. Mit unseren Tips wird es leichter, den richtigen Wein zum Essen zu finden und somit nicht nur das Essen sondern auch den Wein geschmacklich zu bereichern.


Die Geschmacksknospen

Mit frisch geputzten Zähnen einen Kaffee trinken? Eine unangenehme Vorstellung, oder? Der Geschmack der Zahnpasta überlagert den Geschmack des Kaffees sehr unangenehm. Schuld daran sind unsere Geschmacksknospen, die sehr empfindlich sind und Süsse, Säure, Salzigkeit etc. abhängig von der Kombination unterschiedlich stark erscheinen lassen und somit angenehme oder eben auch unangenehme Geschmackserlebnisse auslösen. Diese Erkenntis erklärt auch, warum Weine im Zusammenspiel mit Essen besser oder schlechter schmecken als ohne und warum es so wichtig ist, einige Grundregeln zu kennen, die bei der Auswahl des Weines berücksichtigt werden sollten.

Im Zusammenspiel von Wein und Essen lässt sich grundsätzlich sagen, dass der Geschmack des Essens die Wahrnehmung des Weines stärker beeinflusst, als anders herum. Möchte man dementsprechend den richtigen Wein zum Essen wählen, bestimmt man als erstes die Geschmacksrichtung des Essens und sucht dann dazu den passenden Wein aus. Die folgenden Tips helfen dabei die richtige Wahl zu treffen.

1. Süsses zu Süssem

Essen, in dem Süsse überwiegt führt zu einer stärkeren Wahrnehmung von Säure und Bitterkeit und lässt den Alkohol stärker in den Vordergrund treten. So schmeckt trockener Wein schnell säuerlich und verliert sein fruchtigen Geschmack. Zu süssem Essen empfiehlt es sich daher einen süßen Wein zu wählen, der etwas süßer als das Essen ist. So ist dafür gesorgt, dass die Süße des Essens den Wein nicht zu schwach erscheinen lässt.

2. Fruchtiges zu Umami

Umami ist eine der 5 Geschmacksrichtungen und beschreibt Wahrnehmungen wie „fleischig“, „würzig“ oder „wohlschmeckend“. Diese Geschmacksrichtung hat eine ähnliche Wirkung auf die Wahrnehmung des Weines wie süsses Essen.

Fruchtige Weine, die wenig Tannin besitzen eignen sich für umamihaltige Gerichte. Die Bitterkeit im Wein stammt von Tanninen. Diese Bitterkeit wird durch Umami bereits stärker wahrgenommen und sollte daher im Wein möglichst wenig vorhanden sein.

3. Säure zu Saurem

Säure im Essen hat den Umkehreffekt zu Süsse. Säure wird weniger stark wahrgenommen während Fruchtigkeit und Süsse mehr in den Vordergrund treten. Daher eignen sich zu säurebetontem Essen auch säurebetonte Weine.

4. Saures zu salzigem

Salziges Essen lässt Wein weniger bitter erscheinen und vermindert die Säure. Gleichzeitig wird der Körper des Weines stärker wahrgenommen

5. Weiss zu Bitter

Bitteres Essen lässt die bitteren Anteile im Wein stärker hervortreten. Da Bitterkeit jedoch individuell unterschiedlich bewertet wird, kann die kombination von bitterem Essen mit Wein unangenehm schmecken.

Zu bitterem Essen passen daher ähnlich wie bei Umami Weisse oder tanninarme Rotweine.

6. Fruchtiges zu scharfem

Scharfes Essen überlagert den Körper, die Süsse und die Fruchtigkeit im Wein und verstärkt gleichzeitig den bitteren, sauren und alkoholischen Geschmack. Mit steigendem Alkoholgehalt wird auch die Schärfe des Essens stärker wahrgenommen. Während einige Menschen dieses Effekt als angenehm empfinden, ist es für andere eine unangenehme Mischung. Diese Wahrnehmung hängt sehr individuell vom Schärfeempfinden ab. Die Kombination scharfer Speisen mit Wein ist daher besonders herausfordernd.

Zu scharfem Essen reicht man entweder fruchtige, eher süssliche Weissweine oder tanninarme Rotweine mit niedrigem Alkoholgehalt.

7. Säure und Fett

Es gibt viele Menschen, die die Kombination säurebetonter Weine mit fettreichen Speisen als angenehm empfinden, da die Säure des Weines in dieser Kombination als „erfrischend wahrgenommen wird. Diese Kombination ist daher eine sehr gute Wahl für Weineinsteiger, da die

8. Süsse und Salz

Eine ebenfalls recht treffsichere Kombination ist süß und salzig. Salziges Essen vermindert die Wahrnehmung der Süsse im Wein. Hat ein Wein nur wenig Restsüsse, so kann er in Kombination mit salzigem Essen schnell fad erscheinen. Daher empfiehlt es sich zu salzigem Essen Weine zu wählen, die eine höhere Restsüsse aufweisen.

9. Weineinsteiger

Für Weineinsteiger empfehlen sich Weine, die nicht im Eichenholzfass gereift sind und eventuell eine leichte Restsüsse haben. Weine mit einer eher zurückhaltenden Aromatik sind ein angenehmer Begleiter zum Essen, da sie weder den Geschmack des Essens durch vielfältige Aromen beeinflussen, noch vom Essen zu stark beeinflusst werden.

10. Weinkenner

Wer schon erfahrener im Umgang mit Wein ist und geschmacklich herausforderndere Weine gewohnt ist, kann durch das gekonnte Kombinieren von Wein und Essen spannende Wechselwirkungen hervorrufen und somit nicht nur dem Essen eine spannende Nuance hinzufügen, sondern auch die Wahrnehmung des Weines positiv intensivieren. Dabei sind Weine mit intensiven Tanninen, Säure und höherem Alkoholgehalt am schwierigsten zu kombinieren, rufen aber gleichzeitig die grösstmöglichen Wechselwirkungen mit dem Essen hervor.